So fühlen sich die Zwerggarnelen wohl – die optimale Haltung

Zwerggarnelen werden immer beliebter bei den Aquarianern, denn diese possierlichen Tierchen können eine echte Bereicherung für das Becken sein. Allerdings sollte man sich vorher genau mit den Bedingungen der Haltung auseinander setzen, da die faszinierenden Lebewesen sich ansonsten nicht wohl fühlen werden und im schlimmsten Fall sogar die ganze Besetzung sterben könnte.

Rund um das Aquarium
Immer wieder findet man bei den Zwerggarnelen die Angabe, dass sie sich selbst in kleinen 10 Liter-Becken halten lassen. Möglich ist dieses natürlich vom Prinzip her schon, doch für eine artgerechte Haltung sollte eine Beckengröße von mindestens 30 Litern gewählt werden. Der Vorteil an größeren Aquarien ist, dass diese deutlich weniger Arbeit vom Besitzer erfordern und wesentlich stabilere Lebensbedingungen für die Bewohner ermöglichen.
Wenn das Aquarium neu eingerichtet wird, dann gilt auch bei der Haltung eine Einlaufzeit – das Aquarium wird also vollständig mit Wasser, Bodengrund, Aquarienpflanzen sowie möglichen Dekorationsgegenständen eingerichtet und dann sollte dieses bis zum Besatz mit den Zwerggarnelen rund drei bis vier Wochen sich selbst überlassen werden. Die Bildung von einem natürlichen Biotop kann aber auch beschleunigt werden, wenn man hierzu spezielle Wasseraufbereitungsmittel verwendet.

Die Auswahl der Zwerggarnelen
Von Zwerggarnelen gibt es inzwischen zahlreiche Unterarten, welche sich in ihrem Aussehen sowie auch den Haltungsbedingungen deutlich voneinander unterscheiden. Damit es nach dem Kauf nicht zum großen Frust kommt, sind zu Beginn einfach zu haltende Arten die ideale Besetzung für das Aquarium. Sehr gut geeignet ist zum Beispiel die Red Fire Cherry Zwerggarnele, da diese Artgenossen auch kleine Fehler verzeihen können. Da die Zwerggarnelen sich allgemein vor allem in Gruppen wohl fühlen, sollte für die Haltung mindestens zehn der Tiere angeschafft werden. Je nach spezieller Zwerggarnelenart sollte die Wassertemperatur zwischen 20 und 26°C liegen und man sollte darauf achten, dass es nicht zu plötzlichen Temperaturstürzen kommt. Ebenso ist bei der Besetzung des Aquariums darauf zu achten, dass sich verschiedene Zwerggarnelenarten nur dann zusammen in einem Becken befinden, wenn sie eine ähnliche Wassertemperatur bevorzugen. Je wohler sie sich hier fühlen, desto wahrscheinlicher werden sie sich vermehren – vor allem bei zu hohen Temperaturen stellen viele Arten ihre Vermehrung komplett ein.

Regelmäßige Pflege der Zwerggarnelen
Auch bei einem größeren Aquarium ist es empfehlenswert, wenn jeden Tag ein Blick hinein riskiert wird. Auf diese Weise wird schnell erkannt, ob die Tiere vital und die Lebensbedingungen noch optimal sind. Tote Organsimen sowie Pflanzenreste sollten komplett aus dem Aquarium entfernt werden. Beim Füttern gilt wie bei den meisten Zierfischarten, dass die Futtermenge innerhalb von kurzer Zeit aufgefressen worden sein sollte – mehr benötigen die kleinen Zwerggarnelen nicht. Da Garnelen auf die Nitratbelastung im Wasser sehr empfindlich reagieren, sollte diese regelmäßig mit geeigneten Teststreifen zum Schnelltest von Aquarienwasser kontrolliert werden. Ein reichlicher Pflanzenbewuchs kann die Nitratbelastung aus dem Leitungswasser reduzieren und sorgt zudem dafür, dass sich die Zwerggarnelen mit diesem sehr heimisch fühlen werden.

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