Wissenswertes über die Nano- Aquaristik

Die Nano- Aquaristik hat sich bei Aquarianern zu einem neuen Trend entwickelt, da die Haltung von wirbellosen Tieren eine steigende Beliebtheit erlangt hat. Aufgrund ihres geringen Volumens von durchschnittlich 30 Litern, werden sie auch als sogenannte Kleinst-Aquarien bezeichnet. Aufgrund ihrer platzsparenden Fläche bieten sie eine willkommene Alternative zu einem großen Becken, das im Büro oder kleinen Zimmern eine hervorragende Atmosphäre schafft. Durch eine attraktive Einrichtung kann man ein farbenfrohes und attraktives Aquarium gestalten, das einem vor allem im hektischen Alltag zu Erholung verhilft.

Ein Nano- Aquarium zeichnet sich durch seine geringe Größe und Form aus
Vorzugsweise werden 30 Liter Nano- Aquarien verkauft, die eine Maße von 30x30x35cm aufweisen. Allerdings gibt es auch weitaus kleinere Becken zu erwerben, die lediglich 10 oder 20 Liter fassen können. Meist wird dabei eine würfel- oder quaderförmige Grundform gewählt, die sich durch ihre geringe Größe hervorragend an unterschiedlichste Räumlichkeiten anpassen kann. Dementsprechend ist bei der Wahl der passenden Bewohner darauf zu achten, dass besonders kleine Arten ausgewählt werden und auf zu viel Besatz verzichtet wird, um ihnen einen tierfreundlichen Lebensraum zu schaffen.

Die Einrichtung eines Nano- Aquariums
Vor einem Kauf sollte man sich mit einigen wichtige Vorkehrungen beschäftigen, um den Lebewesen einen angenehmen und naturnahen Lebensraum zu erschaffen. Der Standort sollte möglichst dunkel gewählt sein, da eine direkte Sonneneinstrahlung zu einer vermehrten Algenbildung führen kann. Vor dem Einsatz der wirbellosen Tiere und Fische sollte das Aquarium unbedingt gründlich mit klarem Wasser gereinigt werden. Dabei ist allerdings stets darauf zu achten, dass kein Reinigungsmittel verwendet wird. Auch Pflanzen sollten vorab ausgiebig gesäubert werden, um eine Übertragung von Keimen oder Krankheiten zu vermeiden. Ebenso können sie auch mit Schadstoffen wie Dünger belastet sein, die die Tiere schädigen können. Dabei sollte das Entfernen des Schaumstoffes, das oft Stängelpflanzen zur Stabilisierung dient, keines vergessen werden. Bei Topfpflanzen ist hingegen das Schneiden der Wurzelenden auf 2 cm empfehlenswert, um so der Pflanze eine naturnahe Entwicklung zu ermöglichen. Daraufhin kann der Bodengrund eingefüllt werden, der für sie eine nährstoffreiche und stabilisierende Basis schafft. Die unterste Schicht besteht dabei aus einem Depotdünger, dem sich eine Schicht aus Kies anschließt. Besonders gerne wird sich von Aquarianern für eine feine Beschaffenheit entschieden, da diese dem Nano- Aquarium das gewisse Etwas verleiht. Zudem werden gerne farbintensive Kiessorten gewählt, da diese die Farbwirkungen der Tiere nochmals unterstreichen. Um Wassertrübungen zu verhindern, kann der Kies vor dem Einsatz ausgiebig gewaschen werden.
Für die Einrichtung des Aquariums eignen sich bestens Wurzeln und Steine, allerdings sollte dabei stets spezielles Holz verwendet werden, um Fäule zu verhindern. Bei der Wahl der passenden Pflanzen sollte man sich höchstens auf drei unterschiedliche Sorten festlegen, um den Pflegeaufwand nicht zu kompliziert zu gestalten. Bei der Einfuhr des Wassers können unterschiedliche Methoden angewandt werden. Zum einen kann man den gesamten Innenbereich mit Küchenpapier bedecken und dann die Zufuhr starten. Ist die Befüllungsmenge erreicht, kann das Papier vorsichtig entfernt werden. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Bodensubstanz nicht aufgewirbelt wird und dadurch eine Trübung des Wassers entsteht. Eine andere Variante bietet eine Tasse, die man mittig im Becken platziert und langsam mit Wasser befüllt. Sind all diese Arbeiten erledigt, beginnt die Einfahrphase, in der das Aquarium auf den Einsatz der Tiere vorbereitet wird.

Die passenden Bewohner
Für den Einsatz werden vorzugsweise Zwerggarnelen gewählt. Eine besondere Beliebtheit ist hier den Red Fire Zwerggarnele gegönnt, da sie sehr widerstandsfähig und robust sind und keine besonderen Ansprüche an ihren Halter stellen. Zwerggarnelen bieten zudem eine vielfältige Farbenpracht, die Ihr Aquarium zu einem echten Blickfang werden lässt. Auch der Einsatz von Schnecken und Fischen ist sehr beliebt. Allerdings eignet sich ein Nano- Aquarium ausschließlich für kleine Fische zwischen 3 bis 4 cm, beliebte Sorten sind Zwergkärpflinge, Bärblinge und Perlhuhnbärbling.

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